Das Kino der Zukunft findet nicht mehr auf flachen, rechteckigen Leinwänden statt. Schon heute werden Filme und Animationen auf gekrümmte Wände oder Kuppeln projiziert.

Solche ungewöhnlich geformten Displays umschließen den Betrachter und sorgen für ein immersives Erlebnis. Um die gesamte Leinwand zu bespielen, werden mehrere, zu einem Cluster zusammengeschlossene Projektoren eingesetzt. Die Herausforderung dabei ist es, die einzelnen Projektorbilder so aufeinander abzustimmen, dass ein einheitlicher Gesamteindruck entsteht.
Um die Feineinstellung zu erleichtern, hat Fraunhofer FIRST ein kamerabasiertes, automatisches Kalibrierungsverfahren entwickelt, das sich durch hohe Flexibilität und Geschwindigkeit auszeichnet. Digitalkameras erfassen dabei die einzelnen Projektorbilder. Die Software passt diese in Echtzeit aneinander an. Projektor-Cluster werden damit in kurzer Zeit exakt aufeinander abgestimmt. Mittlerweile können mit dem Verfahren nicht nur geometrische Ungenauigkeiten, sondern auch Farb- und Helligkeitsunterschiede kalibriert werden.
Der Medienplayer von Fraunhofer FIRST kann seit neuestem sowohl bei Passiv- als auch bei Aktiv-Stereo-3-D-Projektionen eingesetzt werden. Für Aktiv-Stereo-3-D-Projektionen wird nur jeweils die Hälfte der Projektoren im Vergleich zu Passiv-Stereo-Setups benötigt, was für Anwender eine erhebliche Kostenersparnis bedeuten kann. Die Bildwiederholrate der Projektion beträgt bis zu 120 Hz.